Bühnenbild_NFS_014.JPG Foto: Deibler/BRK
Ergänzungsprüfung zum NotfallsanitäterErgänzungsprüfung zum Notfallsanitäter

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Ergänzungsprüfung zum Notfallsanitäter

Für Rettungsassistenten mit 5-jähriger Berufserfahrung

Mündliche Prüfung

In der mündlichen Prüfung hat der Prüfling seine grundsätzliche berufliche Handlungskompetenz, die sich in den Dimensionen Fach-, Sozial- und Selbstkompetenz entfaltet, nachzuweisen. Ihm stehen dafür 30 bis 45 Minuten zur Verfügung. Inhaltlich erstreckt sich die mündliche Ergänzungsprüfung zum Notfallsanitäter auf folgende Aspekte:

  • Notfallsituationen erkennen, erfassen und bewerten. Dies bezieht sich auf Patienten aller Altersgruppen sowie Gefahrensituationen,
  • Kommunikation und Interaktion: Hierbei geht es um das Verhalten des angehenden Notfallsanitäters gegenüber hilfesuchenden und -bedürftigen Menschen. Besonders berücksichtigt werden dabei das Alter des Betroffenen sowie soziologische und psychologische Aspekte. Auch die Zusammenarbeit in Teams spielt in diesem Prüfungsteil eine wichtige Rolle.
  • Bei der medizinischen Diagnostik und Therapie mitwirken: Der künftige Notfallsanitäter muss hier unter Beweis stellen, dass er lebenserhaltende Maßnahmen und Maßnahmen zur Abwendung schwerer gesundheitlicher Schäden – bis zum Eintreffen des Notarztes – beherrscht.
Praktische Prüfungen

In den praktischen Prüfungen muss der künftige Notfallsanitäter zwei vorgegebene Fallbeispiele absolvieren. Eines stammt aus dem Bereich der traumatologischen Notfälle, das andere ist ein internistischer Notfall. Der Prüfling muss hierbei

  • die Gesamtsituation einschätzen,
  • eine Arbeitsdiagnose erstellen,
  • den korrekten Umgang mit medizinisch-technischen Geräten nachweisen,
  •  Maßnahmen der Basis- und erweiterten Versorgung durchführen,
  • die Dokumentation beherrschen,
  • Transportbereitschaft herstellen und
  • den Patienten ggf. an einen Notarzt übergeben.

Bei jedem Fallbeispiel muss der Prüfling seine Maßnahmen und Entscheidungen dem Prüfungsausschuss erläutern und begründen. Ziel ist es hierbei, festzustellen, ob der künftige Notfallsanitäter in der Lage ist, sein Vorgehen ausreichend zu reflektieren.

Die Fallbeispiele können einzeln oder in Zweierteams abgearbeitet werden. Einschließlich des Fachgesprächs sind pro Fallbeispiel 20 bis 40 Minuten zu veranschlagen.